Sprache und Bild in der öffentlichen Kommunikation


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Der Fachbereich 10: Sprach- und Literaturwissenschaften der Universität Bremen und der Lehrstuhl für sprachliche Kommunikation des Instituts für Germanistik der Kazimierz-Wielki-Universität in Bydgoszcz veranstalten eine internationale Konferenz zum Thema „Sprache und Bild in der öffentlichen Kommunikation”.

Konferenztermin: 11.-12. April 2019

Konferenzsprache: Deutsch

Veranstaltungsort: Kazimierz-Wielki-Universität in Bydgoszcz, Polen

Konferenzgebühr: 90 Euro

Anmeldefrist: 10. Dezember 2018

Die Problematik der verschiedenartigen Relationen zwischen Sprache und Bild gehört bereits seit Langem zum wichtigen Forschungsgegenstand der Linguistik, die vor allem angesichts der allgegenwärtigen Kopräsenz der beiden Modalitäten nicht (mehr) Bilder ignorieren kann. Auch wenn die materielle Erscheinungsform der (Schrift)Sprache niemals ganz ohne Einfluss auf den Kommunikationsprozess war, erscheint heute die Materialität der visuellen Kommunikationsformen als ein noch relevanterer Teil der Kommunikation. Sprache und Bild in der multimodalen Kommunikation erfüllen mehrere Funktionen sich einander gegenüber und stehen in einer besonders engen Beziehung zueinander, so dass sie sich kaum separat analysieren lassen.

Nur einer der Bereiche von der Alltagskommunikation, in denen solche Gewerbe von Sprache und Bild anzutreffen sind, ist das Gebiet der breit aufgefassten öffentlichen Kommunikation. Darunter sind alle kommunikativen Erscheinungen zu verstehen, die sich dadurch kennzeichnen, dass sie einen mehrfachen Adressaten haben. Zu denen zählen sowohl die kommunikativen Praktiken in den analogen Räumen der für jedermann frei betretbaren Orte, deren besondere Örtlichkeitsbedingungen die Kommunikationssituation beeinflussen, als auch diejenigen in dem weitgehend technisch bedingten kommunikativen Umfeld der virtuellen Räume von den elektronischen Massenmedien. Ein gemeinsamer Nenner, der alle diesen äußerst diversen Kommunikationsräume verbindet, ist die Tatsache, dass darin zugleich mit der Sprache und mit den Bildern kommuniziert wird.

Angesichts der veränderten kommunikativen Realität taucht auch in der linguistisch basierten Diskussion immer wieder die multimodale Herangehensweise auf, in der vor allem die Fragen nach dem Wesen und der Funktion der Sprache in unterschiedlichen Verbindungen von Sprache und Bild gestellt werden. Dies ergibt sich konsequenterweise aus der Spezifik der heutigen

Kommunikation, stellt jedoch gleichzeitig eine Herausforderung für die heutige Linguistik dar, die von immer mehr Linguisten angenommen wird.

Die Konferenz ist als ein Austauschforum für die Wissenschaftler konzipiert, die sich in ihrer Forschung mit verschiedenen Aspekten der Wechselbeziehung zwischen Sprache und Bild in der öffentlichen Kommunikation aus unterschiedlichen Blickwinkeln befassen. Es sind vor allem Beiträge erwünscht, die einen der folgenden Fragestellungen unter Lupe nehmen:

- Sprache und Bild als Zeichenkategorien vor dem Hintergrund der modernen semiotischen Forschung,

- Problem der definitorischen Abgrenzung zwischen Sprache und Bild und der Tauglichkeit von den tradierten Definitionen,

- Funktion und Wirkung von Sprache und Bild in den öffentlichen multimodalen Kommunikationsformen,

- Einfluss der Multimodalität auf die Genres in der öffentlichen Kommunikation (aus der synchronischen und diachronischen Perspektive),

- Eigenschaften der multimodalen visuellen Kommunikationsformen in der Öffentlichkeit,

- Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Sprachwissenschaft und anderen Disziplinen zur Erforschung der multimodalen Kommunikation.

Wir bitten um Vorschläge für Kurz- und Langvorträge zu diesem Themenspektrum von entsprechend 15 und 25 Minuten Vortragszeit (plus voraussichtlich 15 Minuten Diskussion). Die Vorschläge für Referate werden bis zum 10. Dezember 2018 über das Anmeldeformular: https://goo.gl/forms/9Scoc3n1TBIiPMKh1 erbeten.

Eine Rückmeldung über die Annahme der Vorschläge erfolgt bis zum 20. Januar 2019. Darin teilen wir Ihnen auch die Bankverbindung für die Überweisung der Konferenzgebühr mit. Die Gebühr umfasst die Konferenzunterlagen, Verpflegung bei den Kaffeepausen, sowie das Mittagessen und den Empfang am 11. April. Nach der Konferenz wird gegebenenfalls eine angemessene Veröffentlichungsform auf Basis der angenommenen Beiträge überlegt.






Źródło:  https://germanistyka.ukw.edu.pl/jednostka/katedra_germanistyki/aktualnosci/36487

Aktualizacja:  2018-09-07 21:02:11